Ein Artikel für Hühner
Das kapieren nun nur ein paar Hühner - alle anderen dürfen getrost darüber hinweglesen - ist nur einer meiner Artikel, den ich einigen Leuten zum Lesen zur Verfügung stelle.
Gemeinsam stark in der Außenwohngruppe
Geistig beeinträchtigte Jugendliche nehmen ihr Leben in die Hand – Unterstützung durch das Herz-Jesu-Haus Niederfell
Ein erwachsener Ansprechpartner ist immer in der Nähe, doch die fünf Jugendlichen der Außenwohngruppe „Lukas“ des Herz-Jesu-Hauses in Niederfell haben ihren Alltag inzwischen fest im Griff. Seit zweieinhalb Jahren wohnen in dem frei stehenden Haus Mädchen und Jungen, die zwar Lern- und Entwicklungsbeeinträchtigungen haben, aber dennoch selbstständig leben wollen und können.
NIEDERFELL. Zusammen sind sie stark, und trotzdem dürfen sie in ihren eigens dekorierten Zimmern ganz für sich sein: Die fünf Jugendlichen der Außenwohngruppe des Herz-Jesu-Hauses für Behinderte in Niederfell meistern ihr Leben weitgehend alleine. Da sie in ihrer Entwicklung nicht so weit wie andere Jugendliche ihres Alters sind, brauchen sie hie und da eine helfende Hand. Eine Bezugsperson aus dem Herz-Jesu-Haus ist deshalb immer in der Nähe. Doch auf Unabhängigkeit wird in der Außenwohngruppe Lukas großen Wert gelegt – fast so viel Wert wie auf eine gute Organisation.
„Auf dem Plan stehen unsere Aufgaben“, sagt die 18-jährige Jessica und zeigt auf ein großes, buntes Plakat, das gut sichtbar in der blitzblank aufgeräumten Gemeinschaftsküche hängt. Hier tragen die Jugendlichen ein, wann wer was zu tun hat. Die wichtigsten Aufgaben, die eine eigene Wohnung so mit sich zieht – zum Beispiel Wäsche waschen oder den Müll hinaustragen - , sind also verteilt, und wenn alle an einem Strang ziehen, klappt die Sache auch. Ansonsten gleicht der Alltag vom Johann, Cosmina, Jessica, Ramona und Nadine dem anderer Jugendlicher. Sie gehen zur Schule, genießen ihre Freizeit, hängen Poster ihrer Stars an ihre Zimmerwände, machen abends Gesellschaftsspiele, lesen oder sehen sich Filme an – mal im Gemeinschaftsraum, mal alleine. Nur Montag ist fernsehfreier Tag. Die Gestaltung ihrer Einzel-Schlafzimmer können die Bewohner selbst bestimmen – damit es auch „ihr“ Reich ist. Jessica ist besonders stolz auf ihr duftiges Himmelbett und die türkise Wandfarbe. Die Einrichtung des gesamten Hauses ist hell und freundlich; sogar die Flure mit ihren Grünpflanzen, Kommoden und selbst gemalten Bildern an den Wänden wirken einladend. Sterile Internats-Atmosphäre sucht man in der Außenwohngruppe „Lukas“ vergebens. Pädagogin Anne Männicke ist überzeugt von dem Konzept. „Die Abläufe sind selbstständiger geworden“, lobt sie das Engagement ihrer Schützlinge, „auch den Ämterplan teilen die Jugendlichen mittlerweile von alleine ein.“ Vor allem im Bereich der hauswirtschaftlichen Aufgaben und Freizeitgestaltung können sich die Betreuer mehr und mehr zurückziehen. Johann, Cosmina, Jessica, Ramona und Nadine nehmen sogar an den Jugendbeiratssitzungen in Niederfell teil und planen gemeinsam mit anderen Jugendlichen Disco-Abende, Helloween-Partys oder Ausflüge. Ein regelmäßiges Orientierungs-Training sorgt dafür, dass die Jugendlichen eigenständig mit dem Bus in die Stadt fahren können. Und an Urlaub wird ebenfalls gedacht – dieses Jahr geht es zusammen ins Allgäu. (itz)
Gemeinsam stark in der Außenwohngruppe
Geistig beeinträchtigte Jugendliche nehmen ihr Leben in die Hand – Unterstützung durch das Herz-Jesu-Haus Niederfell
Ein erwachsener Ansprechpartner ist immer in der Nähe, doch die fünf Jugendlichen der Außenwohngruppe „Lukas“ des Herz-Jesu-Hauses in Niederfell haben ihren Alltag inzwischen fest im Griff. Seit zweieinhalb Jahren wohnen in dem frei stehenden Haus Mädchen und Jungen, die zwar Lern- und Entwicklungsbeeinträchtigungen haben, aber dennoch selbstständig leben wollen und können.
NIEDERFELL. Zusammen sind sie stark, und trotzdem dürfen sie in ihren eigens dekorierten Zimmern ganz für sich sein: Die fünf Jugendlichen der Außenwohngruppe des Herz-Jesu-Hauses für Behinderte in Niederfell meistern ihr Leben weitgehend alleine. Da sie in ihrer Entwicklung nicht so weit wie andere Jugendliche ihres Alters sind, brauchen sie hie und da eine helfende Hand. Eine Bezugsperson aus dem Herz-Jesu-Haus ist deshalb immer in der Nähe. Doch auf Unabhängigkeit wird in der Außenwohngruppe Lukas großen Wert gelegt – fast so viel Wert wie auf eine gute Organisation.
„Auf dem Plan stehen unsere Aufgaben“, sagt die 18-jährige Jessica und zeigt auf ein großes, buntes Plakat, das gut sichtbar in der blitzblank aufgeräumten Gemeinschaftsküche hängt. Hier tragen die Jugendlichen ein, wann wer was zu tun hat. Die wichtigsten Aufgaben, die eine eigene Wohnung so mit sich zieht – zum Beispiel Wäsche waschen oder den Müll hinaustragen - , sind also verteilt, und wenn alle an einem Strang ziehen, klappt die Sache auch. Ansonsten gleicht der Alltag vom Johann, Cosmina, Jessica, Ramona und Nadine dem anderer Jugendlicher. Sie gehen zur Schule, genießen ihre Freizeit, hängen Poster ihrer Stars an ihre Zimmerwände, machen abends Gesellschaftsspiele, lesen oder sehen sich Filme an – mal im Gemeinschaftsraum, mal alleine. Nur Montag ist fernsehfreier Tag. Die Gestaltung ihrer Einzel-Schlafzimmer können die Bewohner selbst bestimmen – damit es auch „ihr“ Reich ist. Jessica ist besonders stolz auf ihr duftiges Himmelbett und die türkise Wandfarbe. Die Einrichtung des gesamten Hauses ist hell und freundlich; sogar die Flure mit ihren Grünpflanzen, Kommoden und selbst gemalten Bildern an den Wänden wirken einladend. Sterile Internats-Atmosphäre sucht man in der Außenwohngruppe „Lukas“ vergebens. Pädagogin Anne Männicke ist überzeugt von dem Konzept. „Die Abläufe sind selbstständiger geworden“, lobt sie das Engagement ihrer Schützlinge, „auch den Ämterplan teilen die Jugendlichen mittlerweile von alleine ein.“ Vor allem im Bereich der hauswirtschaftlichen Aufgaben und Freizeitgestaltung können sich die Betreuer mehr und mehr zurückziehen. Johann, Cosmina, Jessica, Ramona und Nadine nehmen sogar an den Jugendbeiratssitzungen in Niederfell teil und planen gemeinsam mit anderen Jugendlichen Disco-Abende, Helloween-Partys oder Ausflüge. Ein regelmäßiges Orientierungs-Training sorgt dafür, dass die Jugendlichen eigenständig mit dem Bus in die Stadt fahren können. Und an Urlaub wird ebenfalls gedacht – dieses Jahr geht es zusammen ins Allgäu. (itz)
mondsüchtig - 1. Aug, 00:22