Ghost Dog oder: Die Ratten der Lüfte
Wie jeden Morgen das gleiche Bild: Ich stiere vom Schreibtisch aus aus dem Fenster auf die Dächer der Stadt und sehe sie ihre unerklärlichen Kreise fliegen - unzählige Tauben, die ein neues Haus zum Zuscheißen suchen. Ratten der Lüfte. Sie lieben dieses eine Assi-Haus mit den brüchigen Schindeln und dieser schmutzig-ockerfarbenen Hauswand. Da machen sie immer Pause. Einige Sekunden lang. Eben das, was so ein Taubenschwarm zum Kacken an Zeit braucht. Dann geht es wieder weiter... und meine Augen hängen ihnen nach...
Denn vielleicht - - vielleicht wohnt da oben irgendwo Ghost Dog. Und es sind seine Tauben. Die die Nachrichten an seinen Meister überbringen. Das ist ein schöner Gedanke. Ghost Dog mit seinem Samurai-Schwert, seinem Büchlein, in dem er immer liest, und mit seinen magischweichen Bewegungen, wenn er auf dem Dach sein Schwert die kalte Luft zerteilen lässt...
Also akzeptiere ich sie still, die Ratten der Lüfte.

Denn vielleicht - - vielleicht wohnt da oben irgendwo Ghost Dog. Und es sind seine Tauben. Die die Nachrichten an seinen Meister überbringen. Das ist ein schöner Gedanke. Ghost Dog mit seinem Samurai-Schwert, seinem Büchlein, in dem er immer liest, und mit seinen magischweichen Bewegungen, wenn er auf dem Dach sein Schwert die kalte Luft zerteilen lässt...
Also akzeptiere ich sie still, die Ratten der Lüfte.

mondsüchtig - 3. Jan, 12:25