Date
Da war dieses Date heute morgen. Mit einem Menschen (w), den ich wirklich gerne mag. Wir mailen fast jeden Tag. Wir haben die gleichen Interessen - verbringen unsere freie Zeit am liebsten auf irgendeinem sturen Schlachtross. Wir haben gefrühstückt, erzählt, gelacht.
Und am Schluss stand ich dann wieder da wie bestellt und nicht abgeholt und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Eigentlich kennen wir uns zu gut, um einfach so Tschüss zu sagen. Ohne eine Geste. Aber ich hab mich mal wieder nicht getraut, obwohl ich gerne würde. Wann verdammt noch mal werde ich es lernen, auf Menschen zuzugehen? Nur ein einziges Mal einen Menschen von mir aus zu umarmen? Was wäre denn daran so schlimm? Es ist nicht mal die Angst, abgelehnt und weggedrückt zu werden. Es ist die Angst, dass ich dem anderen unangenehm bin. Dass er nicht mit mir in Berührung kommen will. Am liebsten wäre ich manchmal nur ein flatternder, sphärischer Geist, von dem niemand erwarten kann, dass er solche Dinge tut wie jemand umarmen.
Sorry, xxx, ich hab das einfach nicht gelernt. Ich mag dich. Ich würd dich gern zum Abschied drücken. Aber man muss mich schon packen und zu meinem Glück zwingen. Und beim nächsten Mal ist es dann schon viel einfacher für mich.
Meine Ausstrahlung ist irreführend. Ich bin nicht kühl und distanziert. Ich kann mich nur nicht überwinden, jemand so nahe zu treten. Das gabs bei uns früher nicht. Meine Eltern haben es erst später wieder eingeführt. Da waren wir schon erwachsen und es machte keinen Sinn mehr.
Jetzt habe ich Angst, mich falsch verhalten zu haben, irgendwas Falsches getan zu haben, nicht genügt zu haben. Du lächelst mich dann immer so lieb an, wenn wir uns verabschieden, und ich komme mir schäbig vor, wenn ich einfach nur die Hand hebe und winke.
Warum ist Nähe so verflixt schwer. Warum begebe ich mich bei Tieren sofort in Schmuse-Haltung und bei Menschen ist es ein Kampf gegen abertausend Ängste.
Dann gibts die wenigen, bei denen ich mich von Anfang an sicher fühle. Ein, zwei, drei in meinem Leben. Mehr nicht. Männer waren es. Wo ich ganz genau weiß: Die tun mir nix. Vor allem weiß ich aber: Denen kann ich auch nix tun. Denen kann ich mich zumuten. Eine wundervolle Seltenheit. Und ich kann durchatmen.
Und am Schluss stand ich dann wieder da wie bestellt und nicht abgeholt und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Eigentlich kennen wir uns zu gut, um einfach so Tschüss zu sagen. Ohne eine Geste. Aber ich hab mich mal wieder nicht getraut, obwohl ich gerne würde. Wann verdammt noch mal werde ich es lernen, auf Menschen zuzugehen? Nur ein einziges Mal einen Menschen von mir aus zu umarmen? Was wäre denn daran so schlimm? Es ist nicht mal die Angst, abgelehnt und weggedrückt zu werden. Es ist die Angst, dass ich dem anderen unangenehm bin. Dass er nicht mit mir in Berührung kommen will. Am liebsten wäre ich manchmal nur ein flatternder, sphärischer Geist, von dem niemand erwarten kann, dass er solche Dinge tut wie jemand umarmen.
Sorry, xxx, ich hab das einfach nicht gelernt. Ich mag dich. Ich würd dich gern zum Abschied drücken. Aber man muss mich schon packen und zu meinem Glück zwingen. Und beim nächsten Mal ist es dann schon viel einfacher für mich.
Meine Ausstrahlung ist irreführend. Ich bin nicht kühl und distanziert. Ich kann mich nur nicht überwinden, jemand so nahe zu treten. Das gabs bei uns früher nicht. Meine Eltern haben es erst später wieder eingeführt. Da waren wir schon erwachsen und es machte keinen Sinn mehr.
Jetzt habe ich Angst, mich falsch verhalten zu haben, irgendwas Falsches getan zu haben, nicht genügt zu haben. Du lächelst mich dann immer so lieb an, wenn wir uns verabschieden, und ich komme mir schäbig vor, wenn ich einfach nur die Hand hebe und winke.
Warum ist Nähe so verflixt schwer. Warum begebe ich mich bei Tieren sofort in Schmuse-Haltung und bei Menschen ist es ein Kampf gegen abertausend Ängste.
Dann gibts die wenigen, bei denen ich mich von Anfang an sicher fühle. Ein, zwei, drei in meinem Leben. Mehr nicht. Männer waren es. Wo ich ganz genau weiß: Die tun mir nix. Vor allem weiß ich aber: Denen kann ich auch nix tun. Denen kann ich mich zumuten. Eine wundervolle Seltenheit. Und ich kann durchatmen.
mondsüchtig - 20. Jan, 15:51
Wie oft hört man das, ob in Partnerschaft oder sonst wo. Nur nicht über die eigenen Mauern springen. Lieber dahinter verstecken. Nähe ist nicht schwer. Losgehen! Eigene Wege beschreiten, nicht die ausgetrampelten Pfade. Etwas riskieren. Überrasche dich selbst und komm hervor - hinter deiner Mauer. mx