Nass
Ganz plötzlich warf sich die erste Böe an die schrägen Fenster. Durch die dicken Hauswände konnte ich das Prasseln der schweren Regentropfen hören, die sich ohne Vorwarnung aus einem mächtigen, schwarzen Wolkenband entluden. Sturm. Hagel. Das Pfeifen des Windes. Ich liebe das einfach - wenn ich denn drinnen sitze, im Geborgenen, in der Wärme.
Mein Katerchen war verwirrt angesichts dieser jähen Wetterkapriole, saß an der Balkontür und starrte gebannt nach draußen. Mein Handy sendete mir auf einmal schöne Kurznachrichten, als hätte der Sturm Gedanken beflügelt. Dabei kam es mir vor, als habe er nur hier gewütet, in meinem kleinen Leben. Und nirgendwo sonst. Um 103 Quadratmetern im fünften Stock herum. Es hat sich etwas bewegt. Irgendwie war ich kurz so richtig glücklich.
Jetzt ist es wieder still. Der Himmel schweigt sich aus. Und ich warte auf die nächste kleine Sturmfront.
Es wäre doch wunderbar, heute Nacht im Bett zu liegen und den Regentropfen zu lauschen.
Sie wandern mit in meine Träume, und in diesen Träumen bin ich draußen, ich friere nicht, verkrieche mich nicht, nein, ich stehe mitten im Sturm und bin einfach DA.

Mein Katerchen war verwirrt angesichts dieser jähen Wetterkapriole, saß an der Balkontür und starrte gebannt nach draußen. Mein Handy sendete mir auf einmal schöne Kurznachrichten, als hätte der Sturm Gedanken beflügelt. Dabei kam es mir vor, als habe er nur hier gewütet, in meinem kleinen Leben. Und nirgendwo sonst. Um 103 Quadratmetern im fünften Stock herum. Es hat sich etwas bewegt. Irgendwie war ich kurz so richtig glücklich.
Jetzt ist es wieder still. Der Himmel schweigt sich aus. Und ich warte auf die nächste kleine Sturmfront.
Es wäre doch wunderbar, heute Nacht im Bett zu liegen und den Regentropfen zu lauschen.
Sie wandern mit in meine Träume, und in diesen Träumen bin ich draußen, ich friere nicht, verkrieche mich nicht, nein, ich stehe mitten im Sturm und bin einfach DA.

mondsüchtig - 20. Jan, 19:59