Ich liebe jüdische Friedhöfe
Und nicht aus den Gründen, aus denen manche Bildungsbürgermenschen alles Jüdische grundsätzlich toll und einzigartig finden, um sich von jeglichem Antisemitismus-Verdacht zu befreien oder ihre Toleranz (braucht man die da? Nein!) doppelt und dreifach zu betonen.
Nein, ich liebe sie wirklich, rein emotional und aus tiefstem Empfinden, Punkt, fertig, aus. Sie faszinieren mich. Ich mag den Gedanken, dass die Toten dort ihre Grabstätte für die Ewigkeit bekommen und nicht nach drei Jahren umgebettet werden. Ich mag die scheinbare Wahllosigkeit, wie auf manchen Friedhöfen die Steine angeordnet sind, inmittem hohem Gras und unter uralten Baumen mit mächtigen Ästen, die wie beschützend über die verwitterten Stelen ragen. Manchmal sind diese Friedhöfe sogar im Wald, tauchen ganz unvermittelt vor einem auf. Windschief und wie in einem immerdauernden Traum gefangen. Ja, fast verträumt, aber gleichzeitig stark und von einer geheimnisvollen Aura.
Ich glaube, das liegt an der Harmonie mit der Natur. Keine Ecken und Kanten, kein symmetrischer Grabschmuck, keine Blumenrabatten wie in typisch deutschen Vorgärten. Man lässt nicht nur die Toten ruhen, man lässt auch die Natur ruhen. Beides ist miteinander verwoben, der Tod und die Natur und das Leben - so, wie es sein sollte.
Diese Orte geben mir Ruhe. Ich finde sie wunderschön.

Nein, ich liebe sie wirklich, rein emotional und aus tiefstem Empfinden, Punkt, fertig, aus. Sie faszinieren mich. Ich mag den Gedanken, dass die Toten dort ihre Grabstätte für die Ewigkeit bekommen und nicht nach drei Jahren umgebettet werden. Ich mag die scheinbare Wahllosigkeit, wie auf manchen Friedhöfen die Steine angeordnet sind, inmittem hohem Gras und unter uralten Baumen mit mächtigen Ästen, die wie beschützend über die verwitterten Stelen ragen. Manchmal sind diese Friedhöfe sogar im Wald, tauchen ganz unvermittelt vor einem auf. Windschief und wie in einem immerdauernden Traum gefangen. Ja, fast verträumt, aber gleichzeitig stark und von einer geheimnisvollen Aura.
Ich glaube, das liegt an der Harmonie mit der Natur. Keine Ecken und Kanten, kein symmetrischer Grabschmuck, keine Blumenrabatten wie in typisch deutschen Vorgärten. Man lässt nicht nur die Toten ruhen, man lässt auch die Natur ruhen. Beides ist miteinander verwoben, der Tod und die Natur und das Leben - so, wie es sein sollte.
Diese Orte geben mir Ruhe. Ich finde sie wunderschön.

mondsüchtig - 1. Feb, 17:49
saintphalle - 3. Feb, 17:17
Zu deinem schönen Sommerbild hier noch mal das Kontrastprogramm. Leider ist der Friedhof für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Diese Friedhöfe
In Nord- und Ostfriesland, auch auf den Inseln, gibt es allerdings auch viele Friedhöfe, noch besser Kirchhöfe, die ebenso faszinierend sind. Mit etwas Glück findet man Grabsteine, auf denen die Lebensgeschichte des/der Toten aufgezeichnet ist. Mein Tip: wenn du die Gelegenheit hast, such mal nach Gräbern von Kapitänen, speziell von Walfängern.
Malta: auch dort gibt es ganz eigenartige Friedhöfe und Gräber. Wegen des felsigen Untergrundes liegen in manchen Gräbern 3, 4 oder 5 Särge übereinander. Und auf den meisten Gräbern sind auch Fotos und die Lebensgeschichten der Toten zu finden. Die Sprache ist ebenfalls interessant, manchmal Malti, manchmal Englisch, mitunter ein Gemisch aus verschiedenen Sprachen.